Dr. Schnitzers Emailnachricht vom 21.12.2019 
 

Eine wahre Geschichte zu Weihnachten

aus meiner Studentenzeit (Freiburg i.Br., 1950-1954)


Als Mitglied der Ski-Rennmannschaft (Disziplinen Langlauf und Abfahrt) der Universität Freiburg befand ich mich während des Wintersemesters für ein paar Tage zu einem Training auf der Todtnauer Hütte am Feldberg im Schwarzwald. Zunächst trainierte ich für den Abfahrtslauf. Es gibt dort einen gut geeigneten steilen Abhang.

Ich fuhr los, setzte zum ersten Schwung an - und lag im nächsten Augenblick im Schnee. Ein Ski hatte sich gelöst. Ich konnte ihn gerade noch greifen, sonst hätte er sich auf Nimmerwiedersehen ins Tal davongemacht. Das war merkwürdig. Denn die Skistiefel werden normalerweise in der Skibindung solide festgehalten. Was war passiert?

Das wurde mir klar, als ich sah, dass die Sohle meines linken Skistiefels auch immer noch von der Skibindung festgehalten wurde, aber sich vom Oberteil getrennt hatte. Dieses hatte ich noch am Fuß!  Ich stand also links mit nur einer Socke und dem Oberteil des Skistiefels bekleidet im Schnee und begann dessen Kälte auch schnell direkt zu spüren. Also schnallte ich auch den anderen Ski ab und stapfte etwas mühsam zurück zur Todtnauer Hütte.
 

Image

Berggasthof Todtnauer Hütte am Feldberg im Schwarzwald

Das Ganze war merkwürdig. Es waren Rieker-Skistiefel, damals und bis heute bekannt für erste Qualität und Robustheit. Dass der Vorfall wenige Stunden später dazu führen sollte, dass ich im tiefsten Schwarzwald ein Menschenleben vor dem Erfrieren rettete, das konnte niemand ahnen und hinterher schon gar nicht erklären.

Mit Abfahrttraining jedenfalls war es für dieses Mal aus. Aber ich hatte ja noch die leichtere Ausrüstung - Stiefel, Skier und Skistöcke - für Skilanglauf dabei. Also fuhr ich am Nachmittag los Richtung Schauinsland. Bald wurde es dunkel. Es war zwar kalt, aber völlig windstill. Ich fuhr zügig in der bereits von Anderen gelegten Spur. Ab und zu hielt ich an, um die Ruhe des Waldes zu empfinden. Es war so absolut still, wie man sich das heute gar nicht mehr vorstellen kann. Kein einziges Geräusch, kein einziger Laut war zu hören.

Aber während einer dieser Laufpausen hörte ich doch etwas: Ein leises schwaches "Hilfe". Ich verließ die Spur und suchte im Wald, woher die Rufe kamen. Schließlich fand ich einen Mann mittleren Alters, der erschöpft im Schnee lag. Ich machte ihm Mut, fragte ihn, wie er sich auf Skiern verlaufen hatte und versprach, ihn zu seinem Hotel, dem Haldenhof am Schauinsland, zurück zu bringen.

Als wir aufbrachen, sagte er: "Halt, das ist die falsche Richtung!" und ich zu ihm: "Wer hat sich denn hier verlaufen, Sie oder ich?" Widerwillig folgte er mir. Es blieb ihm ja nichts anderes übrig.
 

Das Gebäude in dem sich die Pension befindet

Berggasthof Haldenhof am Schauinsland im Schwarzwald

Am Haldenhof angekommen, wollte er mich als Dank für seine Rettung zum Abendessen einladen. Aber da hatte er seine Rechnung ohne den Wirt gemacht. Denn dieser weigerte sich, mich zu bedienen, mit der Begründung, ich sei nicht in passender Kleidung erschienen.  Natürlich war ich nicht im Smoking auf Skiern unterwegs, zumal ich beim Start am Feldberg keine Ahnung haben konnte, dass unterwegs einer erforderlich werden könnte.
 

Außenansicht des Uni-Hauses

Uni-Haus Schauinsland der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Also verabschiedete ich mich und lief weiter zum Haus der Universität Freiburg am Schauinsland. Dort aß ich etwas und lief dann zurück durch die stille Nacht zur Todtnauer Hütte.

Der Gerettete - er wohnte in Freiburg - bedankte sich später, indem er mir in seiner Wohnung für einige Zeit ein Studentenzimmer einräumte. Solche waren schon damals so knapp wie heute, und ich hatte tatsächlich damals gerade keines. Deshalb übernachtete ich im Uni-Haus am Schauinsland, fuhr morgens die Bergrennstrecke hinunter nach Freiburg (mit drei abwechselnd benutzten Bremsen am Fahrrad wegen des großen Höhenunterschiedes), und abends strampelte ich dieselbe Strecke wieder hinauf, was mir eine exzellente Kondition verlieh.

Drei der erwähnten Orte des Geschehens sind so abgebildet, wie sie sich heute darstellen, ohne Schnee, nicht nur, weil dieser seltener geworden ist, sondern wohl auch deshalb, weil man mit Schnee fast nur Schnee sehen würde.

Heute ist es noch schwerer geworden, ungläubige Verirrte auf den rechten Weg zu führen. Die Meisten glauben das, was ihnen die Vertreter politischer und wirtschaftlicher Interessen und die von ihnen beeinflussten Nachrichten am häufigsten erzählen, und weil die Mehrheit es glaubt (Keiner will wegen einer abweichenden Meinung ausgegrenzt werden, was heutzutage meist umgehend passiert).

So gilt mehr denn je zuvor die Feststellung des chinesischen Weisen LAOTSE (er lebte um 500 v. Chr. im alten China): "Nur der Dumme muss alle Erfahrung selber machen." Die Dummen sind nicht weniger geworden. Das zeigen auch die schockierenden Ergebnisse der Pisa-Studie 2019.

Das ist gleichzeitig einer der Gründe, warum heute so viele Menschen chronisch krank sind und viel zu früh sterben, lange vor erreichen ihrer natürlichen Lebenserwartung. Kaum einer hört auf die wenigen Wissenden.


Mit allen guten Wünschen für ein friedliches Weihnachtsfest und eine durch Wissen gute Gesundheit -

Friedrichshafen, den 21. Dezember 2019

Dr. Johann Georg Schnitzer
 

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