Dr. Schnitzers Emailnachricht vom 26.06.2019 
 

Körpereigenes Kühlsystem richtig nutzen

Hilfreiche Erkenntnisse für das Überleben der zunehmenden Hitzewellen

Auszug aus dem Buch 'Doping? Alternative naturnahe Leistungskost'


'Bei körperlicher Betätigung entsteht Wärme. Um die optimale Körpertemperatur zu erhalten, hat der menschliche Organismus ein Kühlsystem: Das Schwitzen. Mit dem Schweiß wird auch Salz ausgeschieden.

Üblicherweise wird daraus der Schluss gezogen, dass dieses Salz ersetzt werden müsse, um den „Salzverlust“ auszugleichen. Deshalb werden z.B. auch Sportgetränke angeboten, die auch Salz enthalten.

Aber verhält es sich wirklich so, oder ist es vielleicht ganz anders?

Das körpereigene Kühlsystem funktioniert durch die Verdunstungskälte, welche das aus den Schweißdrüsen austretende und verdunstende Wasser erzeugt. Optimal arbeitet dieses System, wenn dieses Wasser vollständig verdunstet und die Haut selbst sich dabei höchstens leicht feucht und sehr kühl anfühlt.

Vielen Menschen jedoch „läuft der Schweiß in Strömen herunter“, wenn sie sich körperlich anstrengen. Dabei „verschwendet“ der Körper seinen Wasservorrat, und erzielt doch nur geringe Kühlwirkung. Warum? Weil sein Schweiß gar nicht verdunstet, also keine Verdunstungskälte erzeugen kann. Aber warum verdunstet der Schweiß nicht? Das kann zwei Gründe haben:

Entweder, die Außentemperatur ist gleich oder höher als die Körpertemperatur, und die Luftfeuchtigkeit ist 100 %; dann kann die Luft keine weitere Feuchtigkeit aufnehmen; was nass ist, bleibt nass. Solches kann in warmem, feuchtem tropischem Klima vorkommen.

Schon dann jedoch, wenn die Luftfeuchtigkeit zwar 100 % beträgt, die Luft aber kühler als die Körpertemperatur ist, kann der Körper Schweiß verdunsten lassen und damit Verdunstungskälte erzeugen.

Oder das Wasser des Schweißes wird vom darin enthaltenen Salz an der Verdunstung gehindert. Dieses Festhaltevermögen des Salzes ist so stark, dass sogar trockenes Salz Feuchtigkeit aus der Luft an sich reißt und feucht wird. Bei der Gewinnung von Meersalz wird gerne die gegen Ende des Trocknungsprozesses verbliebene Lösung weggeschüttet, weil diese das restliche Wasser besonders stark festhält und deren Austrock­nung besonders viel Aufwand erfordern würde. Allerdings enthält gerade diese „Restlauge“ besonders viel der wertvollen Spurenelemente, weshalb man beim Einkauf ausdrücklich nicht nur Meersalz, sondern „Voll-Meersalz“ verlangen soll.

Unter diesen Gesichtspunkten stellt sich die Salzfrage bei Sportlern wesentlich anders dar. Vielleicht ist das Schwitzen dem Körper ein willkommener Anlass, überschüssiges Salz und das daran gebundene Wasser (9 g Salz binden 1 kg unverwendbares Wasser im Körper) loszuwerden? Da wäre es dann direkt widersinnig, den „Salzverlust“ durch erneute Salzzufuhr „auszugleichen“. Man hält damit das Leistungsgewicht des Sportlers ständig in einem schlechteren Bereich, als es bei klugem Salz-Management wirklich sein könnte.

Zu viel Salz wird nicht nur mit Sportlergetränken, sondern vor allem auch mit der üblichen Zivilisationskost zugeführt. Diese enthält zahlreiche Nahrungsmittel, die – wie z.B. Fleisch, Wurst, Käse, Fisch, gekochte Speisen insgesamt – sehr fade schmecken würden, wenn nicht reichlich Salz hinzugefügt würde.

Umgekehrt scheidet der Körper innerhalb von 24 Stunden nach Umstel­lung auf zivilisierte Urnahrung teils mehrere Kilogramm „Wasserballast“ aus, sodass die betreffenden Personen in der ersten Nacht mehrmals aufstehen müssen, um Wasser abzulassen, weil die übervolle Blase drückt.

Der Hochleistungssportler hat also ein umso besseres Leistungsgewicht und ein umso effektiveres Kühlsystem, mit je weniger Salz er auskommt. Er führt nicht nur weniger an Salz gebundenen unnötigen „Wasserballast“ mit – auch sein Kühlsystem hat einen wesentlich geringeren Wasserbedarf bei gleichzeitig effektiverer Kühlwirkung.

Ihre praktische Bewährung fanden diese Feststellungen bei dem von Bernhard Schöneck durch das „Death Valley“ durchgeführten Extremlauf. Ich hatte ihn über diese Zusammenhänge – angesichts der dort herrschenden extrem hohen Temperaturen – vor seinem Lauf informiert.

Nach diesem Lauf, am 20. Juli 1997, schrieb mir Bernhard Schöneck – inzwischen 58 Jahre alt – folgende Postkarte aus Oakdale/Kalifornien: „Sehr geehrter Herr Dr. Schnitzer, von Las Vegas/Nevada nach Paramount Springs/California durch den Schlund der Hölle: Death Valley – 311 km in 6 Tagen bei mehr als 50° C. Ihre Ratschläge waren Gold wert. Danke! Herzliche Grüße Bernhard Schöneck.“

Die Beachtung des Salzhaushaltes und die Optimierung des körpereigenen Kühlsystems sind Bereiche, die mit entscheidend für den sportlichen Erfolg im Wettkampf sind. Der individuell optimale (= minimale) Salzbedarf ist am besten im Training zu ermitteln – und ein optimales Trinkwasser steigert die Effektivität des körpereigenen Kühlsystems weiter.'

So weit der Auszug zum körpereigenen Kühlsystem aus dem Buch 'Doping? Alternative naturnahe Leistungskost' Diese Erkenntnisse sind auch ganz ohne Sport für das Überstehen der zunehmenden Hitzewellen hilfreich. Dass es immer heißer wird, ist unverkennbar (Ursache ist aber nicht das unschuldige, zur Unterdrückung und Enteignung der Bevölkerung missbrauchte CO2!).

Am besten lesen Sie zu Ihrem Schutz in der Hitze das ganze Buch:
 

Buch 'Doping? Alternative naturnahe Leistungskost'
Doping? Alternative naturnahe Leistungskost
Eiweißmast = Dopingfalle! Es geht anders viel besser und gesünder:
Dr. Johann Georg Schnitzer
Doping? Alternative Naturnahe Leistungskost
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(Studie: 89% der Teilnehmer geheilt, der Rest gebessert) 
Dr. Johann Georg Schnitzer
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352 Seiten; à EUR 33,- / SFr 54,45
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Dr. Johann Georg Schnitzer
Die kausale Therapie der essentiellen Hypertonie  
80 Seiten; à EUR 26,- / SFr 42,90
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Dr. Johann Georg Schnitzer
Diabetes heilen - biologische Heilbehandlung der Zuckerkrankheit und ihrer Spätfolgen
224 Seiten; à EUR 30,- / SFr 49,50
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Buch Schnitzer-Intensivkost, Schnitzer-Normalkost

"Lasst die Nahrung Eure Heilmittel sein" (Hippokrates, 460-375 v. Chr.)
Dr. Johann Georg Schnitzer
Schnitzer-Intensivkost, Schnitzer-Normalkost 
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Mt freundlichen Grüßen

Friedrichshafen, den 26.06.2019

Dr. Johann Georg Schnitzer
 

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