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Kausale Gesundheitspolitik

von Dr. Johann Georg Schnitzer

 

An den Ursachen ansetzen

Eine kausale Gesundheitspolitik setzt an den Ursachen sowohl der Gesundheit als der Krankheiten an. Sie schafft Rahmenbedingungen, welche natürliche Gesundheit erlauben zum Nutzen der Menschen, der Familien, des Landes und der Menschheit insgesamt.

Eine an den Ursachen ansetzende Gesundheitspolitik muss kostenneutral und effektiv sein. Sie befreit die Wirtschaft und die Menschen von den bisherigen hohen Krankenkassenbeiträgen und Pflegekosten. Denn sie wird finanziert durch Abgaben der Verursacher chronischer Krankheiten (Produkte, Hersteller, Dienstleister) in Höhe der Gesamtkosten, welche diese Krankheiten nach sich ziehen (Verursacherprinzip).

Kausale Gesundheitspolitik ist außerdem präventiv (das heißt, sie beugt künftigen Krankheiten vor), weil die Menschen wegen der erheblichen Verteuerung krankmachender Produkte und Dienstleistungen zunehmend auf diese verzichten werden.

Die Gesundheit der Menschen und ihres Nachwuchses ist vor allem eine Frage des Wissens. Deshalb ist die objektive und vollständige Unterrichtung der Menschen über die Grundlagen natürlicher Gesundheit und die Ursachen der Krankheiten ein effektives Instrument einer kausalen Gesundheitspolitik.

 

Bereits erfolgreiche Anwendungen

Auf anderen Gebieten hat es sich bereits praktisch bewährt, vor Gefahren des Konsumierens zu warnen und die Verursacher einer unerwünschten Auswirkung der Zivilisation für die Bereinigung oder Verhütung derselben heranzuziehen:

  • Hersteller von Zigaretten müssen auf den Packungen davor warnen, dass Rauchen Krebs erzeugt.

  • Dosen- und Flaschenpfand verhindern die vorher durch Wegwerfen entstandenen Müllberge und die entsprechende Verschandelung der Landschaft.

  • Abgaben auf Plastikprodukte sind in Vorbereitung, um die gewaltige Verseuchung der Gewässer und Weltmeere mit Plastikmüll zu stoppen.

  • Eine Miete von 1€ pro Einkaufswagen im Supermarkt reicht bereits aus, um die Kundschaft zum ordentlichen Abstellen nach dem Einkauf zu bewegen.

  • Hersteller elektrischer und elektronischer Geräte müssen die Entsorgung von Altgeräten finanzieren.

  • Der schwere Fernlastverkehr wird durch eine Maut an den Kosten des Straßenbaus und der erzeugten Straßenschäden beteiligt.

Deshalb ist es nur konsequent, die Verursacher von Krankheiten zur Finanzierung der Krankheitskosten heranziehen. So entsteht ein kostenneutrales Gesundheitswesen, in welchem die Verursacher von Krankheiten in jeweils der Höhe herangezogen werden, welche den Kosten der durch sie verursachten Krankheiten entspricht.
 

Verursacher von Krankheiten

Immer noch leugnen viele Mediziner, dass Krankheiten etwas mit Ernährung zu tun haben. Damit bringen sie sich allerdings zunehmend in den Verdacht, die längst in vielen Studien bewiesenen Zusammenhänge aus merkantilen Gründen (aus Angst vor Einkommensverlusten) zu verschweigen. Tatsächlich könnten mehr als die Hälfte der in Arztpraxen anzutreffenden Dauerpatienten innerhalb weniger Wochen geheilt werden, wenn sie von ihrem Arzt über diese Zusammenhänge und entsprechende praktische Ernährungsmaßnahmen aufgeklärt würden.

Welche Nahrungsmittel bei regelmäßigem Gebrauch zu chronischen Krankheiten führen (also "Verursacher" von Krankheiten sind), weil sie industriell verändert, extrahiert, denaturiert wurden und/oder weil sie nicht zur artgerechten Ernährung des Menschen gehören, ist im Wesentlichen schon während der ersten Hälfte des letzten (20.) Jahrhunderts von einer Reihe von Forschern in wissenschaftlichen Arbeiten nachgewiesen worden., und einzelne Ärzte haben dieses Wissen zur Heilung angeblich unheilbar kranker Patienten mit großem Erfolg eingesetzt.

Man schätzt, dass mehr als 80 % aller chronischen Zivilisationskrankheiten durch die heutige denaturierte und teils außerdem artfremde Zivilisationskost verursacht sind. Neuerdings kommt die genetische Veränderung von Nahrungsmitteln als weitere Krankheitsursache hinzu.

Als Verursacher von Krankheiten gerät auch die Medizin selber immer mehr ins Blickfeld. Dabei sind auch diese Zusammenhänge nicht neu, sondern bereits Mitte des letzten Jahrhunderts gründlich dokumentiert und veröffentlicht worden. Hierbei geht es nicht nur um falsche Dosierungen von Medikamenten oder ungenügend auf "Nebenwirkungen" geprüfte neue Medikamente, durch welche jedes Jahr viele Menschen zu Schaden oder ums Leben kommen (in den USA sind dies ca. 100 000 Todesfälle pro Jahr).

Der häufigste Schaden an Patienten wird dann gesetzt, wenn akute Entzündungen und fieberhafte Erkrankungen nicht durch Unterstützung des Immunsystems ausgeheilt, sondern entzündungshemmend, fiebersenkend, antibiotisch abrupt abgebrochen werden, wodurch das Immunsystem geschädigt wird. Solche ärztlichen Maßnahmen können in der Anamnese (Vorgeschichte) vieler Fälle chronischer Erkrankungen, so z.B. bei Diabetes Typ I und Leukämie, als deren Auslöser gefunden werden.
 

Ursachen natürlicher Gesundheit

Der Mensch hat sich in den Jahrmillionen seiner Entwicklung vollständig an eine frugivore, aus Nahrungspflanzen zusammengesetzt Nahrung angepasst. Das hat bereits 1938 der Hamburger Zahnarzt Dr. Richard Lehne durch die von ihm begründete 'Vergleichende Gebissanatomie' nachgewiesen. Durch den Vergleich der Gebisskonstruktionen verschiedener Säugetiere, deren artspezifische natürliche Nahrung erforscht ist, konnte er den Meinungsstreit über die artgerechte Ernährung des Menschen mithilfe der harten Fakten des menschlichen Gebisses beenden.

Weil mit der Nahrung die größte Menge an Substanzen aus der Umwelt in den Organismus gelangt, hat diese auch den stärksten Einfluss auf diesen. Am gesündesten ist der Mensch, wenn er sich artgerecht ernährt mit weitgehend naturbelassenen, frischen (lebendigen) pflanzlichen Nahrungsmitteln: Samen, Getreide, Salate, Wurzelfrüchte, Sprossen, Nüsse, Bederen, Obstfrüchte.

Eine praktische Anleitung mit Menuevorschlägen für Frühstück, Mittag- und Abendessen in Form eines 14-Tage-Planes vermittelt das Buch

Schnitzer-Intensivkost, Schnitzer-Normalkost
http://www.dr-schnitzer-buecher-neu.de/Schnitzer-Intensivkost-Schnitzer-Normalkost/de

Eine weitere Voraussetzung natürlicher Gesundheit ist das richtige Verhalten im Falle einer Erkrankung und das Vermeiden gesundheitsschädlicher Eingriffe. Entscheidend für die Gesundheit der Kinder ist das Verhalten der Eltern vor und während der Schwangerschaft. Das alles wird erklärt in dem Buch

Der alternative Weg zur Gesundheit
http://www.dr-schnitzer-buecher-neu.de/Der-alternative-Weg-zur-Gesundheit
 

Welche Maßnahmen erforderlich sind

Um eine intelligente, ehrliche, effektive Gesundheitspolitik nach dem Verursacherprinzip zu etablieren, sind die folgenden Maßnahmen notwendig:

  • Das Parlament und dessen Gesundheitsausschuss müssen sich zu dem Beschluss durchringen, eine Gesundheitspolitik nach dem Verursacherprinzip auf den Weg zu bringen.

  • Die Kontrolle des Gesundheitszustandes der Bevölkerung, die Dokumentation der erforschten Zusammenhänge zwischen Verursachern und Krankheiten und die weitere Forschung über die Anteile einzelner Verursacher an den Gesamtkosten der Krankheiten sollen den Hygiene-Instituten der Universitäten übertragen werden, die damit aus ihrem hundertjährigen Dornröschenschlaf erwachen und wieder im ursprünglichen, umfassenden Sinne des Wortes "Hygiene" (=Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten und die Hebung des Gesundheitszustandes der Menschen) wirksam werden müssen.

  • Alle Amtsärzte sollen von den Hygiene-Instituten entsprechende Weiterbildung erhalten und für diese die jeweils notwendigen Erhebungen über den aktuellen Gesundheitszustand der Bevölkerung durchführen.

  • Alle Ärzte und alle Heilpraktiker sollen verpflichtet werden, ohne Namensnennung, jedoch unter Angabe von Alter (in Jahren + Monaten) und Geschlecht, sämtliche sie aufsuchenden Patienten mit sämtlichen bei diesen bestehenden Krankheiten und Beschwerden, der bis dahin bestehenden und der weiter verordneten Medikation an das zuständige Hygiene-Institut stets+ tagesaktuell zu übermitteln. Das ist für eine effiziente Gesundheitsoptimierung der Bevölkerung und das frühzeitige Erkennen von Erkrankungstrends unabdingbar. Den Ärzten und Heilpraktikern soll dafür aus den Abgaben der Krankheitsverursacher pro Fall ein Honorar gezahlt werden.

  • Den Hygiene-Instituten sollen ausreichende und günstige Sendezeiten in Funk und Fernsehen, Platz in den Print-Medien und Präsenz im Lehrbetrieb der Schulen und Universitäten und in Fortbildungsveranstaltungen gesichert werden, damit die gewonnenen Erkenntnisse der Bevölkerung, der nachkommenden Generation und den Verantwortlichen in Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medizin wirksam vermittelt werden können.

  • Das Parlament soll jährlich die Verordnung über die Kostenbeiträge der Verursacher zu den von ihnen verursachten Krankheitskosten aktualisieren, entsprechend dem Stand der Ursachenforschungen der Hygiene-Institute, den von diesen ausgesprochenen Empfehlungen und der aktuellen Morbidität (Krankheitshäufigkeit) in der Bevölkerung.

  • Eine in ihren Aufgaben erweiterte Hygiene-Polizei - die aus der bisherigen Lebensmittelpolizei (Wirtschaftskontrolldienst) hervorgehen kann - soll die Einhaltung der Verordnungen überwachen und Verstöße an das Rechtssystem übergeben.

  • Eine spezielle Ermittlungsgruppe dieser Hygiene-Polizei soll in Verdachtsfällen auf Korruption, Bestechung, Manipulation, gezielter Desinformation, "gesponserte" Falschaussagen und Verschweigen wichtiger Erkenntnisse ermitteln, und in Fällen von Bestätigung des Verdachts diese an das Rechtssystem übergeben und die Öffentlichkeit informieren. 

  • Verstöße gegen diese Regelungen müssen mit Strafen belegt sein, deren Höhe aus dem jeweiligenFolgenrisiko abzuleiten ist.


Was jetzt zu tun ist

So viel ist sicher: Eine Kursänderung von der bisherigen ineffektiven, kostenintensiven (=für die Krankheiten-Lobbys lukrativen) und die Menschen krank machenden "Gesundheits-"Politik zu einer intelligenten, kausalen (an den Verursachern von Krankheiten ansetzenden), echten Gesundheitspolitik erfolgt nicht von selbst. Dazu braucht es sehr viel "Geräusch". Die Verantwortlichen müssen erkennen, dass das Volk wahrzunehmen beginnt, welches makabre Spiel sie im Verborgenen treiben mit der Gesundheit jedes Bürgers und des gesamten Nachwuchses..

Wer diese Zeilen gelesen hat, möge seine Mitmenschen ebenfalls auf dieses gesundheitspolitische Thema aufmerksam machen - direkt im persönlichen Gespräch ebenso wie z.B. durch Leserbriefe, Gespräche mit Journalisten und Weiterleitung des Links zu dieser Seite an seine Kontakte.

Insbesondere soll man seine örtlichen Abgeordneten darauf ansprechen und fragen, welche Aktivitäten sie im Parlament und in den Ausschüssen zu entfalten gedenken, um die bisherige falsche in eine echte Gesundheitspolitik umzuwandeln.

Die Durchsetzung ehrlicher Gesundheitspolitik erfordert eine Mehrheit intelligenter, unabhängiger und aufrichtiger Volksvertreter gegenüber taktierenden, mit Lobbys verbundenen Interessenvertretern in den politischen Entscheidungsgremien. Deshalb braucht es die Gespräche vieler Bürger und Bürgerinnen mit vielen Abgeordneten, bis eine solche Mehrheit sich formieren kann.

An den Stellungnahmen ebenso wie an dem Schweigen Verantwortlicher in Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und in den Medien zur Anwendung des Verursacherprinzips in der Gesundheitspolitik - und noch mehr an den nachfolgenden praktischen Konsequenzen oder deren Ausbleiben - lässt sich erkennen, wie ehrlich es der Einzelne mit effektiver Gesundheitspolitik meint, und wo seine wirklichen Interessen angesiedelt sind. Entsprechende gute oder schlechte Erfahrun behalte man nicht für sich, sondern veröffentliche diese wo immer es möglich ist.
 

Die eigene Gesundheit zuerst

Im Interesse der eigenen Gesundheit warten Sie jedoch besser nicht, bis die Verantwortlichen sich dazu herabgelassen haben, dem Volk eine echte, ehrliche, kausale Gesundheitspolitik angedeihen zu lassen.

Nehmen Sie die Sache lieber selber in die Hand.

Die Voraussetzungen natürlicher Gesundheit sind erforscht, das Wissen ist ebenso wie das praktische "Gewusst wie" in Büchern niedergeschrieben und verfügbar. Sie brauchen es sich nur anzueignen und es für sich selbst und Ihre Familie anzuwenden.

Das ist dann die Durchsetzung echter Gesundheitspolitik von unten, von der Basis des Volkes her - dagegen sind alle Krankheits-Lobbys der Welt machtlos. Es ist ihr Super-GAU.

Friedrichshafen, im Januar 2018

Dr. Johann Georg Schnitzer
 

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